Steinberufe: Ausbildung als Steinwerker/in oder Steinmetz/in EFZ
 

Die Ausbildung

Der Weg zum Steinwerker führt durch drei Lehrjahre. Am Ende der Ausbildung gibt es eine Abschlussprüfung. Nur wer diese auch besteht, bekommt das Fähigkeitszeugnis Steinwerkerin EFZ / Steinwerker EFZ. Die Arbeit am Stein ist ein anspruchsvolles Handwerk. Besonders der Umgang mit Handmaschinen will eingehend geübt sein.

1. Lehrjahr

Der Hauptteil der Ausbildung findet im Betrieb statt. Da lernst Du, das richtige Material zum Werktisch zu bringen und je nach Arbeitsschritt zu verschiedenen Maschinen. In Überbetrieblichen Kursen werden die verschiedenen Techniken der Steinbearbeitung und Oberflächenbearbeitung eingeführt. In der Berufsschule, welche in zweiwöchigen Schulblöcken stattfindet, lernst Du Pläne lesen und zeichnen und eine Menge über das faszinierende Material Naturstein. Was Du alles neues lernst, hältst Du in der Lerndokumentation fest.

2. Lehrjahr

In den Überbetrieblichen Kursen werden nun komplexere Aufgaben eingeführt, das heisst anspruchsvolle Zuschnitte und Verklebungen. Dazu lernst Du den Umgang mit Zeichnungs-Software (CAD) für den Umgang mit programmierbaren CNC-Maschinen. In der Schule lernst Du wie Naturstein in Jahrmillionen entstanden ist und welches die Eigenheiten der verschiedenen Gesteinsarten sind. Auch die Methodik, in welchen Arbeitsschritten Du zum Ziel kommst, wird thematisiert und bei der Arbeit im Betrieb eingeübt. Du dokumentierst weiterhin mit wöchentlichen Einträgen in die Lerndokumentation was Du alles lernst.

3. Lehrjahr

Neu lernst Du Massaufnahme am Bau und das Vermassen von Skizzen. Nach diesen Vorgaben kannst Du nun eigenständig ganze Werkpläne zeichnen und diese auf den Stein übertragen. Für anspruchsvolle Geometrien erstellst Du Schablonen. Im Betrieb kannst Du nun bereits ganze Arbeitsabläufe weitgehend selbständig ausführen. Dazu kommt nun auch eine Einführung in Versetz- und Verlegearbeiten am Bau sowie Transport der schweren Werkstücke. Was Du gelernt hast, kannst Du an der Prüfung, dem sogenannten Qualifikationsverfahren unter Beweis stellen. Die praktische Arbeit umfasst das Zeichnen eines Werkplanes und die Umsetzung auf dem Stein mit Zuschnitten, Ausschnitten, Profilschnitten, Verklebungen und Oberflächenbearbeitungen. In der Berufskundeprüfung zeigst Du Dein Wissen über das faszinierende Material und über Einsatzmöglichkeiten und dokumentierst einen kleinen Kundenauftrag. Bei letzterer Aufgabe kommt Dir zugute, dass Du während der ganzen Lehre mit der Lerndokumentation das Dokumentieren geübt hast. An der mündlichen Prüfung gibst Du kompetent Auskunft zu Belangen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes.